Die griechische Wahrheit Teil 2

Viele Griechen sind verschuldet, sei es durch die Immobilienkrise oder, wie in unserem Fall, durch das Engagement im Tierschutz. Nach offener Nachfrage haben alle ehrlich geantwortet: Die Tierarztrechnungen häufen sich, und oft wird im Futterladen angeschrieben. Das Schlimmste, was ich erfahren musste, ist, dass die eigenen Bedürfnisse, wie monatliche Lebensmitteleinkäufe, zurückgestellt werden müssen.Unsere Tierschützer haben kaum Geld, um sich selbst Essen zu kaufen – das war für mich kaum zu fassen. Als Außenstehende ist es schwer zu begreifen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Doch es scheint ein echtes Dilemma zu sein, ein Teufelskreis, aus dem sie nicht mehr herauskommen.Die Liebe zu den Tieren ist zu groß, um sie im Stich zu lassen.

(Auch Spot sucht noch ein zu Hause)

In der Gemeinschaft der Tierliebhaber herrscht eine große Toleranz, denn man kennt sich schließlich. Das Problem der Straßenhunde ist weit verbreitet; während einige es ignorieren, versuchen andere, so gut es geht zu helfen.

Leider gibt es in Griechenland nicht viele Tierschützer. Die Gemeinschaft ist klein, und die meisten kennen sich quer durch das Land. Trotz der begrenzten Ressourcen versuchen sie sich gegenseitig zu unterstützen, um den Straßentieren zu helfen.

(Dieser süße Straßenhund steht auch zur Adoption)

Ich hatte das Privileg, den Verein „Perritas“ kennenzulernen, mit dem wir zusammenarbeiten. Obwohl sie staatlich in Griechenland registriert sind, haben sie noch nie zuvor eine Anfrage bezüglich Adoptionen erhalten, geschweige denn Spenden.

Dabei investieren sie so viel Zeit, Arbeit und Geld in ihr Tierschutzprojekt. Sie haben mir alle Hunde vorgestellt, die zur Adoption stehen, und ich habe neue Fotos und Videos gemacht, um Menschen in Deutschland noch besser zu erreichen.

Ich muss euch einfach meine Favoriten mitteilen, denn ich glaube, dass diese Hunde stark unterschätzt werden. Sie zeigen deutlich, dass sie ein Zuhause wollen und bereit sind, mit Liebe und Zuneigung alles zu geben, um gesehen zu werden. Ich habe sie selbst durch Bilder unterschätzt, denn es geht wirklich nicht immer um das Aussehen.

Roula, Ziko, Machiavella und Lisa!

Es lohnt sich, ihre Profile anzuschauen, trotz ihres Alters.

(Vicky sucht so dringend ein zu Hause)

Menia und Maria zeigten mir die Zustände vieler Straßenhunde. Viele von ihnen waren krank und hatten die Hoffnung bereits völlig aufgegeben. Andere waren an schweren Ketten in leeren Grundstücken festgebunden. Sie werden nicht täglich gefüttert, und wenn überhaupt, dann oft mit verschimmeltem Brot und hart gekochten Nudeln oder vergammeltem Fleisch. Unsere Tierschützer waren so emotional betroffen, dass auch sie oft weinten, als sie mir die traurige Realität ihrer Stadt zeigten.

(Rosa ist auch angekettet, mit einem Radius von nur einem Meter)

Ich war und bin unendlich dankbar für diese Eindrücke. Natürlich auch dafür, unsere griechischen Partner kennenzulernen, zu denen ihr so fleißig spendet. Aber vor allem bin ich dankbar, um die Hunde und Katzen, die zur Adoption stehen, noch besser beschreiben zu können und ein weiteres Stück Aufklärung zu leisten.

(Menia & Maria, aus dem griechischen Tierschutzverein „Perritas“)

(Ich und unsere Tierschützer Xanthoula (auch unsere Dolmetscherin), Dora und Maria („Perritas“ Mitglieder).

Vielen Dank! Lena

Inhalt
Facebook
X (Twitter)
WhatsApp
Threads

Kontakt aufnehmen

Andere Kontaktmöglichkeiten
Skip to content